Stendal: Probleme mit den Ohren fallen öfter auf

Stendal: Probleme mit den Ohren fallen öfter auf

Jeder Vierte über 50 hat Hörfehler / Gesellschaftliche Teilhabe

Ist es die Maske oder doch die Ohren? Nicht jedes Verständigungsproblem in Coronazeiten muss bedeuten, dass ein Hörschaden vorliegt. Aber auch wenn doch ist das längst kein Grund zur falschen Scham.

 

Stendal – Hörgeräte haben nicht unbedingt den besten Ruf. Das sollte sich ändern, erklären die Hörakustikermeister Rüdiger Lohmann und Antje Kaufmann im neuen „Hörcentrum am Winckelmann“ bei dessen Eröffnung am Donnerstagmorgen.

 

Oft sei die Vorstellung, nicht mehr richtig hören zu können, mit Scham verbunden. Das ist jedoch ein Trugschluss, stellt Lohmann klar: Jeder vierte über 50 hat einen Hörfehler. Dabei treten diese nicht öfter auf als in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten – sie werden öfter bemerkt. „Früher galt man mit 60 schon als alt“, erklärt Lohmann, der selbst zum 63er Jahrgang gehört. Heutzutage seien die meisten Menschen jedoch bis ins hohe Rentenalter aktiv, besuchen das Theater oder engagieren sich auf die verschiedensten Arten.

Gut hören zu können ist entscheidender Teil der Kommunikation und damit an der gesellschaftlichen Teilhabe. Damit die gut gelingen kann, haben sich auch die Hörgeräte weiterentwickelt. Alte und klobige Hörgeräte mit Wechselbatterien gibt es kaum noch. Stattdessen sind die Lautsprecher so kompakt, dass sie fast komplett im Ohr verschwinden oder aussehen wie die modernen Bluetooth-Kopfhörer, die sich seit geraumer Zeit großer Beliebtheit erfreuen. Von diesen haben sie sich auch einige Tricks abgeschaut. Kleine Aufbewahrungsboxen mit Akku sorgen für eine schnelle Aufladung zwischendurch. Auch eine Koppelung beispielsweise mit dem Smartphone zum musikhören oder dem Fernseher zum Tonverstärken ist möglich.

 

Inhaber und Hörakustik-Meister Lohmann führt in Nordrhein-Westfahlen bereits mehrere Hörgerätgeschäfte. Der neue Standort an der Breiten Straße 56/57 in Stendal ist seiner neuen Mitarbeiterin zu verdanken: Nach vielen Jahren in Berlin, Hamburg und der Schweiz hat es die gebürtige Gladigauerin Kaufmann wieder zurück in die altmärkische Heimat gezogen.

© Stefan Hartmann

© 2022 Hörcentrum Lohmann | Erstellt durch RP Digital Solutions

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